­čĹ╗ Unw├Ągbarkeiten der B├╝hne

Der Telefon-Workshop

Als 2020 die Pandemie ausbrach, war schnell klar, dass Veranstaltungen auf absehbare Zeit nur noch online stattfinden k├Ânnen. Wir alle mussten in sehr kurzer Zeit kreative L├Âsungen finden, um trotzdem noch irgendwie miteinander in Kontakt zu kommen. Pl├Âtzlich entstanden die seltsamsten Situationen: Gemeinsam kochen ├╝ber Zoom, singen auf dem Balkon und st├Ąndig der Satz: „Ich habe mich vorhin noch getestet“, bevor zur Begr├╝├čung umarmt wurde.

Ein besonders seltsames Erlebnis hatte ich mit einem Workshop f├╝r eine Schulklasse. Das war die Zeit, in der die Sch├╝ler*innen mit Masken im Klassenzimmer sitzen mussten. Geplant war, dass ich ├╝ber Zoom auf dem Smartboard der Klasse dazu geschaltet werden soll. Das war f├╝r mich ein gewohntes Umfeld, denn seit Beginn der Pandemie habe ich bereits online Workshops gegeben. Ich habe mich also wie gewohnt zur geplanten Zeit eingew├Ąhlt und war bereit. Doch was ich nicht vorhersehen konnte, waren die technischen Probleme der Schule. (R├╝ckblickend war das sehr naiv. Das w├╝rde heute nicht mehr passieren. Ich habe mittlerweile gen├╝gend Berliner Schulen von innen gesehen.)

Jedenfalls funktionierte der Lautsprecher des Smartboards nicht. Auch die Kamera hatte Probleme. Ich war also weder zu sehen noch zu h├Âren. W├Ąhrend die Lehrerin und ich also ├╝ber den Chat irgendwie versuchten, das Problem zu l├Âsen, entstand eine neue Idee. Und zwar ruft mich die Lehrerin einfach an, stellt ihr Telefon auf Lautsprecher und legt es in die Mitte des Klassenraums. So haben wir das dann gemacht. Und so kam es, dass ich meinen ersten Workshop ├╝bers Telefon gegeben habe. Und der lief dann wirklich mittelm├Ą├čig.

├ťber Telefon verliert die Kommunikation dann doch viel zu viele Facetten. Um f├╝r einen vollwertigen Workshop auszureichen. Im Wesentlichen habe ich also einen kurzen Input gegeben, denn wir hatten eh schon viel Zeit verloren und danach die Fragen der Klasse beantwortet. Ob das jetzt besser war, als den Workshop komplett ausfallen zu lassen, kann ich nicht beurteilen. Aber es war der Versuch auf jeden Fall wert und ist jetzt im Nachhinein eine witzige Anekdote.

Angst ist abstrakt und vage

Viele Menschen tendieren dazu, sich die aller schlimmsten Versionen einer Situation vorzustellen. Dem Gehirn ist es dabei ziemlich egal, wie unrealistisch diese Vorstellungen eigentlich sind, gem├Ą├č dem Motto was vorstellbar ist, das kann auch passieren. Das ist die letzte der vier Dimensionen im Umgang mit der Redeangst. Und die ist ein Paradebeispiel daf├╝r, wie unsere Kopfgespenster funktionieren. Denn wie oft hast du dir im Vorhinein zu einem Termin schon Sorgen gemacht, wie schlimm, wie schrecklich der wird und im Nachhinein festgestellt, das war halt v├Âllig bedeutungslos. Dann kamen da klassische Kopfgespenster zum Einsatz, also Unget├╝me in unserem Kopf, die die Situation dramatisch wirken lassen. Aber dann in der Realit├Ąt doch Nichtigkeiten sind.

Das Problem ist, dass Angst keinen konkreten Anlass braucht, im Gegenteil. Es kann also sogar als Punkt in der Definition von Angst betrachtet werden, dass die Angst vage und abstrakt bleibt. Das ist der gro├če Unterschied zur Furcht, denn die bezieht sich eben auf etwas ganz Konkretes, auf ein konkretes Objekt oder auf einen realen Kontext.

Menschen in Angstsituation hingegen, die haben das Gef├╝hl, dass es hier komplex ist, dass es diffus ist, also vernebelt auf eine Art und Weise. Und in diesem Zustand der verschwimmen pl├Âtzlich alle Dinge, also Wahrscheinlichkeiten, realistische Annahmen. All das geht unter im Meer des Schreckens. Und wir m├╝ssen versuchen, einen Umgang mit diesen Unw├Ągbarkeiten zu finden, also den Dingen, die wir eigentlich weder vorhersehen noch richtig ├Ąndern k├Ânnen, um uns wieder selbst zu erm├Ąchtigen, in der Situation zu handeln.

Dazu stehen uns drei m├Âgliche Wege zur Verf├╝gung.

Erstens: Wir k├Ânnen versuchen, mehr Kontrolle zu bekommen, also Kontrolle ├╝ber die Situation. Die Grundidee ist ganz einfach Wenn die Angst sich auf abstrakte Dinge bezieht, dann sollte ein m├Âglichst konkretes Bild der Situation dazu f├╝hren, dass die Angst weniger Raum einnehmen kann.

Zweitens: Wir k├Ânnen uns so gut wie m├Âglich vorbereiten, denn dadurch sind wir flexibler, um auf alle Eventualit├Ąten zu reagieren.

Drittens: Wir k├Ânnen versuchen zu lernen, dass diese Unw├Ągbarkeiten dazugeh├Âren. Wir k├Ânnen versuchen, sie zu akzeptieren. Das ist f├╝r viele der schwierigste Einsatz.

Genau darum geht es im Podcast „Kopfgespenster – Dein Weg aus der Redeangst“.
In 6 Folgen zeige ich dir, wie die Angst vor dem Reden entsteht, warum es zu den typischen Symptomen kommt und welche M├Âglichkeiten es gibt, mit der Angst umzugehen.

Informationen f├╝r mehr Kontrolle

Beginnen wir also mit dem ersten Ansatz. Wie k├Ânnen wir mehr Kontrolle ├╝ber die Situation bekommen? Im ersten Schritt geht es uns darum, Informationen einzuholen. Da sich eben, wie schon gesagt, die Angst auf abstrakte Vorstellungen bezieht, k├Ânnen wir aktiv entgegenwirken, wenn wir die Situation so konkret wie m├Âglich werden lassen. Und dazu brauchen wir Wissen ├╝ber ├╝ber die Pr├Ąsentation, Situationen. Wir m├╝ssen wissen, wie dieser Moment konkret ablaufen wird. Wir m├╝ssen unser Gehirn unterst├╝tzen, sich ein konkretes Bild von der Situation zu machen. Und je mehr Kleinigkeiten, je mehr Details wir daf├╝r sammeln k├Ânnen, desto leichter wird es unserem Gehirn fallen, das alles zu einem konkreten Bild zusammenzusetzen. Und desto weniger Raum bleibt f├╝r diffuse ├ängste. Das hei├čt, die Vertrautheit mit der Situation, die wir da erschaffen, die lindert die abstrakte Angst. Und dabei helfen uns die klassischen W-Fragen.

Wo findet die Pr├Ąsentation statt? Also in welchem Raum, an welchem Ort und wann findet sie statt? Zu welcher Tageszeit? Je konkreter wir hier sind, desto besser. Denn allein zu wissen, wo ich rede, also wo ich stehen werde, wie ich mich dort bewegen kann, kann schon eine gewisse Sicherheit geben, denn mein Gehirn kann sich jetzt konkret vorstellen, wie es aussehen k├Ânnte, also mit welchem Licht wir es hier zu tun haben, wie gro├č der Raum ist.

Klingt vielleicht ein bisschen komisch, aber es gibt ja verschiedene Verhaltensweisen auf der B├╝hne. Also wenn ich zum Beispiel pr├Ąsentiere, dann laufe ich dabei gern hin und her. Das hei├čt, ich brauche da einen gewissen Bewegungsfreiraum. Wenn ich jetzt wei├č, dass der Raum, an dem ich pr├Ąsentieren werde, oder die B├╝hne oder der abgetrennte Ort, wo dann die B├╝hne sein sollte, wenn die zu klein ist und ich wei├č, ich kann mich darauf nicht viel bewegen, dann muss ich mich darauf einstellen. Das Gleiche gilt auch, wenn zum Beispiel ein Pult aufgebaut ist mit einem Mikrofon und ich darin stehen bleiben muss. Auch darauf muss ich mich einstellen k├Ânnen, denn sonst f├╝hle ich mich ausgebremst. Und im schlimmsten Fall passiert es dann, dass ich aus meinem Sprachfluss komme, weil ich mich dann aus dem Impuls heraus wegdrehen und weglaufen m├Âchte, aber eben an dieses Mikrofon gebunden bin.

Bei der Tageszeit ist es ganz ├Ąhnlich. Denn davon h├Ąngt nicht nur ab, wie aktiv das Publikum ist, also wie frisch noch die K├Âpfe sind, die vorne sitzen, sondern auch, wie die Stimmung im Raum ist, also die Lichtstimmung und generell die Atmosph├Ąre. Morgens um neun bei hellem Sonnenschein und vielleicht Vogelgezwitscher, denn die Fenster sind leicht offen. Es ist eine ganz andere Stimmung im Raum als abends um 18:00 bei schwarzen Fensterscheiben und der vollen Raumbeleuchtung.

Eine weitere Frage, die wir stellen k├Ânnen, ist Wie findet die Pr├Ąsentation statt? Und da haben wir mehrere Aspekte, die da drin stecken. Der erste Aspekt ist auf den Ablauf bezogen. Also wie l├Ąuft diese Pr├Ąsentation ab? Gibt es neben meiner Pr├Ąsentation noch weitere, die vorher oder nachher stattfinden? Wie lange dauert meine Pr├Ąsentation? Gibt es eine Anmoderation? Gibt es einen Frageblock? Danach gibt es einen Frageblock, der vielleicht erst viel sp├Ąter im Programm kommt, bis zu dem ich dann warten muss? Oder kann ich einfach losgehen und mir Kaffee holen? Oder aber auch gebe ich die Pr├Ąsentation mit jemand anderem zusammen. Au├čerdem kann man dieses wie auch auf die Technik beziehen. Ganz konkret Wie schalte ich denn meine Folien weiter?

Das ist dann am Ende in der Realit├Ąt ein ganz entscheidender Punkt. Also muss ich zum Laptop laufen und auf der Tastatur weiterklicken. Oder kann ich das mit einem Folienklicker oder Presenter von ├╝berall aus tun und bin dadurch flexibler? Denn es kann nat├╝rlich passieren, dass wenn ich zum Laptop laufe, ich auch aus meinem Sprachfluss gerissen werde und jeder Moment, wo ich aus meinem Sprachfluss gerissen werden k├Ânnte, ist ein potenzieller Moment, in dem ich ins Stocken gerate. Und gerade wenn es mir darum geht, mehr Sicherheit zu gewinnen, dann sind das die Momente, die wir auf jeden Fall aussparen wollen. Und wenn wir in der Vorbereitung was tun k├Ânnen, um dem vorzubeugen, dann super, dann sollten wir das auf jeden Fall tun. Also es ist vielleicht gut, wenn du wei├čt, du wirst jetzt mehrere Pr├Ąsentationen geben, die einen Presenter oder Folien Clicker zu kaufen kosten 10┬áÔéČ und die Investition lohnt sich auf jeden Fall.

Ich rate dir dringend davon ab, eine L├Âsung zu w├Ąhlen, wie jemand andere sitzt am PC und klickt weiter f├╝r dich. Denn dadurch entstehen immer kurze Zwischensequenzen, wo ihr euch absprechen m├╝sst und das ist sowohl f├╝rs Publikum ultra nervig als auch f├╝r dich. Oder anstrengend, weil auch hier wieder passieren kann, dass die Person zu fr├╝h oder zu sp├Ąt klickt und du hast ein Plus herauskommst. Es ist sehr beruhigend zu wissen Ich habe alles, was ich brauche in meiner Hand und kann von jeder Ecke des Raumes aus die Folien weiterschalten.

Zur Technik geh├Ârt aber auch, wie genau die Folien angezeigt werden. Also gibt es einen Beamer im Raum? Gibt es ein Smartboard, was irgendwo h├Ąngt? Gibt es einen Monitor und wie schlie├če ich mein Ger├Ąt da an? Bzw muss ich es anschlie├čen? Also muss ich jetzt irgendwie ├╝ber HDMI mein Rechner anschlie├čen? Brauche ich daf├╝r irgendein Adapter von USB-C auf HDMI? M├Âchte ich online auf die Folien zugreifen? Also gibt es hier irgendwie WLAN oder muss ich mir selbst ein Hotspot nehmen ├╝ber mein Handy? All das sind Fragen, die ich im Vorfeld kl├Ąren sollte.

Diese kleinen, winzigen Unsicherheiten summieren sich am Ende n├Ąmlich auf zu einem gro├čen, vagen und diffusen Bild von Unsicherheiten, was dann eben den Raum f├╝r Angst schafft. Zum Gl├╝ck k├Ânnen wir technische Fragen sehr schnell kl├Ąren. Ein kurzer Anruf, eine kurze Email an die Personen, die daf├╝r verantwortlich sind. Entweder die Dozent*innen oder die Veranstalter*innen. Oder in Teammeetings halt Vorgesetzte. Und deine Fragen werden gekl├Ąrt.

Beim Raum und bei der Technik k├Ânnen wir Komplikationen schon weit im Vorfeld erkennen, wenn wir uns die M├╝he machen nachzufragen. Alles was zu deiner Pr├Ąsentation geh├Ârt, also deine Folien und wie du die Folien weiter klickst. Sind Dinge, die du bestimmen solltest. Alles dar├╝ber hinaus. Also der Beamer, das Smartboard, die Deckenbeleuchtung, WLAN liegen nicht in deiner Hand. Und hier ist es auch okay. Ab einem bestimmten Punkt, n├Ąmlich dort die Grenze zu ziehen und zu sagen das liegt nicht in meiner Hand, sondern das liegt in den H├Ąnden der Veranstalterinnen.

Die letzte Frage ist das Wer. Wer ist eigentlich dabei? Gibt es weitere Vortr├Ąge vor oder nach deinem Vortrag? Also gibt es weitere Redende? Das kann spannend sein, wenn du dich auf vorherige Vortr├Ąge r├╝ckbeziehen willst oder wenn du wei├čt, dass bestimmte Themen noch sp├Ąter kommen werden. Darauf verweisen kannst in deinem Vortrag. Dazu z├Ąhlt aber auch, wer moderiert. Also gibt es eine Moderation. Es ist ein Dozent, eine Dozentin, die dich anmoderiert. Es ist auf einer offiziellen Veranstaltung eine richtige Moderation, die diese Rolle ├╝bernimmt. Oder gibt es sogar eine Person, mit der du gemeinsam die Pr├Ąsentation gibst und mit der du dir dann die B├Ąlle hin und her spielen kannst? Und zu guter Letzt Wer sitzt eigentlich im Publikum? Also wie viele werden da sitzen? Kenne ich Leute, die da sitzen werden? Was wei├č ich schon ├╝ber das Publikum?

H├Ąufig ist das der gr├Â├čte unbekannte Bereich f├╝r uns. Dann ist es sehr schwer vorherzusagen, wer zu einer Pr├Ąsentation kommen wird. Au├čer wir wissen, dass wir innerhalb von einem Seminar oder an einem Meeting sitzen. Da kennen wir ja meistens die Personen, die da teilnehmen werden. Doch auch f├╝r unbekanntes Publikum ist es m├Âglich, dass wir uns dem n├Ąhern k├Ânnen. Wir k├Ânnen ├╝berlegen, ob wir vielleicht absch├Ątzen k├Ânnen, wie alt die Leute im Publikum sind, ob sie vielleicht aus einem Studiengang kommen oder aus einem Unternehmen, ob sie aus einer bestimmten Branche kommen.

All das sind Dinge, die ich mir schon im Vorfeld ├╝berlegen kann und abw├Ągen kann, was davon ungef├Ąhr zutreffen k├Ânnte. Das hilft, dass wir uns zumindest einem wirklichen Bild ann├Ąhern k├Ânnen. Du siehst also, es gibt viele M├Âglichkeiten, im Vorfeld Informationen einzuholen. Wie viel Zeit und die Vorbereitung investierst, h├Ąngt nat├╝rlich auch davon ab, wie wichtig die Situation f├╝r dich ist und wie viel Sicherheit du dir zus├Ątzlich generieren m├Âchtest.

Es macht nicht f├╝r jeden Vortrag Sinn, die gesamte Strecke zu gehen, aber ein paar Grund├╝berlegungen sind nie verkehrt. Und wenn du mehr Routine darin hast, kann es trotzdem helfen. Zum Beispiel auf der Hinfahrt kurz ├╝berlegen Wo bin ich da gleich? Wie sieht der Raum aus? Wer sitzt eigentlich dort? Und ein Gef├╝hl zu bekommen f├╝r die Situation? Das hilft dir nat├╝rlich auch, dich einzugrooven, auf die Situation, also in die richtige Stimmung zu kommen f├╝r den Anlass

Mehr Kontrolle durch Vorbereitung

Der zweite Weg, um den Unw├Ągbarkeiten zu begegnen, ist die Vorbereitung. Als Faustregel Je besser du vorbereitet bist, desto flexibler bist du auch, wenn irgendwas schief l├Ąuft. Es kommt immer wieder mal vor, dass Veranstalter*innen auf mich zukommen und sagen: „Ja, sorry, wir hatten jetzt f├╝r deine Pr├Ąsentation 60 Minuten angesetzt, aber wir haben hier so Zeitverzug gerade, wir haben ├╝berzogen. K├Ânntest du es vielleicht auch k├╝rzen? So vielleicht auf 45 Minuten?

Und das ist nat├╝rlich jedes Mal richtig bl├Âd, denn wenn du 16 Minuten vorbereitet ist, dann hast du die nat├╝rlich auch mit mit sinnvollen Inhalten vorbereitet. Es ist immer schwer, irgendwas rauszunehmen, das tut immer weh. Aber obwohl es so frustrierend ist ich mache es dann doch immer wieder. Denn niemand hat gewonnen, wenn du auch noch ├╝berziehst. Im schlimmsten Fall sorgt das n├Ąmlich daf├╝r, dass dein Publikum schon mit schreienden Hufen auf dem Stuhl sitzt und darauf wartet, dass es endlich losgehen kann oder in die Pause gehen kann oder was auch immer. Auf jeden Fall sind die Leute dann nicht mehr aufnahmef├Ąhig und haben eigentlich gar keine Lust mehr zuzuh├Âren. Zumindest in den letzten Viertelstunde, wo du ├╝ber ziehst.

Deshalb k├╝rze ich dann meine Vortr├Ąge jedes Mal und halte damit auch die Zeit ein. Denn die Anfangs und Endzeit ist ja auch ein Versprechen, was man denjenigen gibt, die zuh├Âren. Denn damit signalisiert man ja, ich respektiere deine Zeit und ich erwarte aber auch, dass du meine Zeit respektierst und p├╝nktlich hier bist und dann auch zuh├Ârst. Den Frust dar├╝ber kann man immer noch im Nachhinein besprechen.

Um aber jetzt aus dem Stehgreif zu k├╝rzen, so wie ich es zum Beispiel bei dem Telefonworkshop gemacht habe, musst du wirklich gut vorbereitet sein. Die muss klar sein, welche Abschnitte in deinem Vortrag vorkommen und welche du aussparen kannst, ohne dadurch den gesamten Punkt sinnlos zu machen. Da m├Âchte ich noch mal verweisen auf die zweite Folge. In der geht es ja ganz konkret um diese Vorbereitung. Dazu geh├Ârt aber auch, dass du mehr wei├čt, als du in der Pr├Ąsentation geplant hast. Dieses Wissen drum herum ist total wichtig f├╝r Situationen, in denen du feststellst, dass dein Publikum zum Beispiel aus einer ganz spezifischen Zielgruppe kommt, also irgendwie Vorerfahrung hat. In ganz spezifische Art und Weise, die du mit einem kleinen Exkurs super einbeziehen kannst, um das Thema, das du besprechen m├Âchtest, so verst├Ąndlicher werden zu lassen.

Voraussetzung daf├╝r ist nat├╝rlich, dass du halt flexibel genug bist, um diesen Exkurs zu machen, weil du dich im Thema halt gut genug auskennst. Gleichzeitig boxt du hier aber auch der Situation vor, dass du auf Fragen nicht reagieren kannst. Wahrscheinlich kennst du das auch, dass Publikumsfragen, wenn sie gestellt werden, dann h├Ąufig sehr spezifisch sind. Wenn du gen├╝gend Wissen zum Thema hast, kannst du nat├╝rlich aus dem Stehgreif sehr flexibel darauf antworten. Au├čerdem wei├čt du die Fragen einzuordnen, auch wenn du die Antwort nicht direkt wei├čt. Aber du hast zumindest eine Ahnung, in welche Richtung es gehen k├Ânnte. Kannst diese erste Ahnung zum Ausdruck bringen und dann geschickt moderieren.

Lass uns kurz genau drauf zoomen, was dieses abmoderieren bedeutet, denn ein Gespenst von dir k├Ânnte sein, dass du Fragen gestellt bekommst, auf die du gar nicht reagieren kannst, also wo du nicht wei├čt, was die Person von dir m├Âchte. Das ist ├╝berhaupt kein Problem. Ich will dir zwei Optionen an die Hand geben, mit denen du in der Regel immer reagieren kannst. Bei der ersten Reaktion solltest du die Frage beantworten k├Ânnen, aber es dauert vielleicht zu lange, sie jetzt zu beantworten.

Also stell dir vor, die Frage wird w├Ąhrend deiner Pr├Ąsentation gestellt und du merkst, sie w├╝rde den Inhalt des Vortrags gerade so sehr sprengen, dass es f├╝r die H├Ąlfte des Publikums langweilig w├Ąre. Dann solltest du genau das zum Ausdruck bringen: „Danke f├╝r Ihre Frage. Der Aspekt ist total spannend. Lassen Sie uns dar├╝ber in der Pause noch mal detailliert reden, denn das w├╝rde jetzt den Rahmen des Vortrags sprengen. Aber wer Interesse daran hat, Lassen Sie uns gerne noch eine Pause am Kaffeespender sammeln und ├╝ber das Thema noch mal genauer reden.“

Damit signalisiert du nicht nur, dass du die Frage noch mal mit mehr Zeit beantworten willst, sondern du signalisiert auch, dass du die Zeit der anderen respektierst, die im Publikum sitzen und f├╝r die die Frage vielleicht nicht relevant w├Ąre. So oder so, du wirkst dabei sehr kompetent.

Die zweite M├Âglichkeit w├Ąre, dass du wirklich keine Ahnung hast, was die Person von dir m├Âchte und worauf die Frage abzielt. Dann solltest du genau das auch zum Ausdruck bringen: „Also kannst du sagen Oh, das ist eine sehr spannende Frage. Da bin ich bisher noch nicht nachgegangen, aber ich m├Âchte das sehr gerne nachholen. Wenn Sie mir Ihre E Mail Adresse aufschreiben, dann recherchiere ich noch mal und sende Ihnen, was ich finde, im Nachhinein zu.

Auch damit wird das Publikum v├Âllig zufrieden sein, denn du signalisiert, dass du nat├╝rlich nicht alles wissen kannst, denn niemand wei├č alles. Aber dass du dich sehr gern noch mal daf├╝r einsetzt, noch mal engagierst, um diese Frage zu kl├Ąren. Also die inhaltliche Vorbereitung ist nat├╝rlich total wichtig und je besser du sie machst, desto flexibler kannst du reagieren.

Wir haben im ersten Schritt ├╝ber den Raum gesprochen und ├╝ber die Personen, die darin mit dir sein werden w├Ąhrend der Pr├Ąsentation. Und wir haben ├╝ber die inhaltliche Vorbereitung geredet. Jetzt kommt beides zusammen. Vielleicht hast du schon mal vom Tapeteneffekt geh├Ârt. Diesen Namen hat Vera Birkenbihl gepr├Ągt, eine Dozentin, Autorin und Rednerin. Dahinter steht ein psychologischer Effekt und der besagt, dass wir nie nur Informationen lernen, also Sachinformationen, sondern auch immer den Kontext mit lernen, in dem wir diese Informationen zum Ersten Mal geh├Ârt oder gelesen haben. Soll hei├čen wenn du dich auf die Inhalte vorbereitet, auf deine Pr├Ąsentation, dann speichert dein Gehirn auch ab, wo du das tust. Also an deinem Schreibtisch mit einem Monitor. Mit den Stiften, die du hast, mit der Musik, die du nebenbei h├Ârst, dem Geruch, der in der Luft liegt.

Dieser Effekt wurde unter anderem untersucht, indem man Menschen hat Dinge lernen lassen, entweder an Land oder unter Wasser, und sie dann getestet hat, entweder an Land oder unter Wasser. Dabei konnte man feststellen, dass wenn Personen unter Wasser gelernt haben, sie auch unter Wasser die besten Pr├╝fungsleistungen hatten und umgekehrt. Wenn Menschen an Land gelernt haben, haben sie an Land die besten Pr├╝fungsleistungen gehabt. Hat man das vertauscht? Also Menschen, die unter Wasser gelernt haben, an Land getestet, wurden die Ergebnisse schlechter. Es entsteht also eine gro├če L├╝cke, wenn du zu Hause in der Jogginghose, am Schreibtisch oder im Sitzen deinen Vortrag oder eine Pr├Ąsentation vorbereitet und vielleicht auch einmal Probe sprichst und dann aber, wenn du die Pr├Ąsentation wirklich gibst, in schicker Kleidung stehend in einem v├Âllig anderen Raum bist.

Die Reize aus dem Raum, also die Kontextreize, sind grundverschieden von dem, wie Informationen gespeichert wurden. Du kannst jetzt aber mehrere Dinge tun, um deinem Gehirn dabei zu helfen, die Inhalte besser zu erinnern. Dazu musst du nur verschiedene Kontextreize, also Objekte aus den Situationen, der du gelernt hast, mitnehmen in die Situation, in der du pr├Ąsentierst. Das funktioniert am besten, wenn du zu Hause die Pr├Ąsentation mehrmals sprichst und dabei bereits die Kleidung anziehst, die du auch in der realen Situation tragen wirst. Vielleicht den Presenter oder Folien Clicker mitnimmst. Du k├Ânntest den Schmuck tragen, die noch tragen wirst. Du kannst das Parf├╝m auflegen, falls du sowas machst und du kannst dir den Raum vorstellen, in dem du reden wirst, sofern du ihn kennst.

Auch hier spielt es wieder eine gro├če Rolle, wie viele Informationen wir uns eingeholt haben. Je mehr Informationen wir eingeholt haben ├╝ber die reale Situation, desto besser k├Ânnen wir jetzt visualisieren, wie die Situation aussehen wird und desto besser k├Ânnen wir unser Gehirn darauf vorbereiten, in der realen Situation die Reize aus dem Kontext wiederzuerkennen und uns dann dabei unterst├╝tzen, Informationen abzurufen.

Dieser Tapeteneffekt bezieht sich in erster Linie auf das, was unser Gehirn an Reizen um uns herum wahrnimmt. Der st├Ąrkste davon ist ├╝brigens immer der Geruch. Das ist der st├Ąrkste Erinnerungstr├Ąger. Das merkt man sehr schnell, wenn man sich an Ger├╝che aus der Kindheit erinnert und wenn man sie wieder riecht, als erwachsene Person dann pl├Âtzlich Bilder in den Kopf bekommt oder kurze Videosequenzen vor sich sieht. Eine Erinnerung aus der Kindheit. Es gibt aber auch Untersuchungen, die zeigen, dass wir eben nicht nur Hinweisreize aus der Umgebung nehmen, sondern auch aus unserer K├Ârperhaltung. Also dass die Art und Weise, wie wir stehen, wie wir sitzen, wie wir uns bewegen, unserem Gehirn auch Signale sendet und dadurch bestimmte Informationen leichter oder schwerer abrufbar werden. Das bedeutet, dass wir, wenn wir die Pr├Ąsentation ├╝ben, auch unbedingt stehen sollten und das nicht im Sitzen machen sollten. Also je n├Ąher wir an die Situation herankommen, desto besser.

Ein weiterer Punkt, um sich gut auf die Situation vorzubereiten, ist es, mit Leuten im Vorfeld ├╝ber das Thema zu reden. In der zweiten Folge haben wir schon dr├╝ber geredet, dass das dazu f├╝hrt, dass du andere Perspektiven auf das Thema entdecken kannst und dadurch eine bestimmte Relevanz aufmachen kannst. Also warum ist dieses Thema jetzt f├╝r die andere Person spannend? Hier kommt jetzt noch ein anderer Aspekt dazu. Und zwar kannst du davon profitieren, mit anderen zu reden, weil du das Gef├╝hl bekommst, was zum Thema sagen zu k├Ânnen.

Wenn du im Vorfeld einer Pr├Ąsentation mit f├╝nf Leuten ├╝ber das Thema gesprochen hast und das gute Gespr├Ąche waren, dann wirst du das Gef├╝hl bekommen, dass du was zu sagen hast zu dem Thema. Und das gibt dir die Glaubw├╝rdigkeit f├╝r dich selbst, also das Gef├╝hl, dass du eben nicht ├╝ber ein Thema redest, zu dem du eigentlich keine Ahnung hast, sondern dass du wirklich was beitragen kannst. Das ist eine sehr starke Vorbereitung und du kannst es auch machen, wenn du in der Situation bereits bist, also kurz bevor dein Vortrag beginnt, deine Pr├Ąsentation beginnt.

Du kannst dich, wenn du auf einer Veranstaltung bist oder in einem Seminar oder in einem Meeting schon im Vorfeld mit Teilnehmenden unterhalten. Das hat gleich mehrere Effekte, denn nat├╝rlich, wir haben es nicht einfach ganz simpel auf also du bereit ist, deine Muskulatur darauf vorher zu reden bist schon warm gesprochen und zum anderen merkst du aber auch Hey, das sind ja Menschen, die vor mir sitzen. Also das Publikum, das, wenn man es von au├čen betrachtet, einfach als gro├če Masse sehr einsch├╝chternd wirken kann, ist im Detail betrachtet dann einfach nur eine Ansammlung von ganz normalen Menschen. Und wenn ich mit denen ins Gespr├Ąch komme, dann verstehen auch die unbewussten Anteile meines Gehirns, dass es einfach nur ganz normale Menschen wie ich sind und dass ich mit denen ganz normal reden kann, dass sie nicht bedrohlich sind.

Also profitierst du davon, wenn du im Vorfeld versuchst, in den Smalltalk zu kommen, mit zwei, drei Personen im Publikum so das Eis zu brechen, dann sind es auch die Personen, die du vielleicht dann auch ganz sympathisch findest und zu denen du immer wieder mal Blickkontakt aufbauen kannst, w├Ąhrend du sprichst. Der Blickkontakt ist ├╝brigens sowieso sehr wichtig. Meine Empfehlung f├╝r dich ist, kurz bevor dann deine Pr├Ąsentation beginnt. Nimm dir den Moment, vielleicht w├Ąhrend du anmoderiert wirst und guck dich einfach im Publikum kurz um. Geh die Reihen durch, halte kurz Blickkontakt und du wirst feststellen, dass da wirklich einfach nur Menschen sitzen.

Loslassen f├╝r mehr Kontrolle

Der dritte und letzte Weg im Umgang mit den Unw├Ągbarkeiten ist das Loslassen. Und ich habe ja schon gesagt am Anfang, das ist der schwerste Weg f├╝r die meisten, denn man muss dabei wirklich loslassen. Hier geht es darum, an deinem Mindset, also an deinen Glaubenss├Ątzen, zu arbeiten. Denn wenn die von Angst gepr├Ągt sind, sind die h├Ąufig auch sehr negativ. Und das kann auch wieder unbewusste Glaubenss├Ątze sein. Also dass ich annehme, das Publikum m├Âchte mir irgendwas B├Âses tun. Die bewerten mich hier, denn wir wissen ja, die Angst ist eigentlich eine Bewertungsangst.

Oder Ich bin nicht gut genug vorbereitet. Und wenn etwas schief l├Ąuft, dann bin ich schuld. Das ist meine Schuld. Also, wir m├╝ssen hier umdenken. Der erste Schritt kann sein, anzuerkennen, dass du gut vorbereitet bist, weil du den ganzen Kram gemacht hast, den wir in den letzten Folgen besprochen haben und auch den, den wir heute besprechen. Dann wirst du so gut vorbereitet sein, dass du mit Sicherheit sagen kannst Ich habe hier wirklich alles M├Âgliche getan. Der Rest, der ist jetzt einfach Gl├╝ck oder Schicksal oder liegt in den H├Ąnden von irgendeinem Gott. Je nachdem, was f├╝r dich da jetzt am besten passt. F├╝r mich w├Ąre es Gl├╝ck.

Und es ist auch v├Âllig okay anzuerkennen, dass wir an verschiedenen Zeitpunkten, also an verschiedenen Tagen und mit verschiedenen Stimmungen auch unterschiedlich leistungsf├Ąhig sind. Und es gibt Tage, an denen funktioniert alles super, da ist das Leben federleicht und wir k├Ânnen in jeder Situation alles meistern. Und dann gibt es Tage, an denen einfach so gar nichts gelingen m├Âchte, wo auch die beste Vorbereitung dazu f├╝hrt, dass man irgendwie so mittelm├Ą├čig ist, dass man fahrig wirkt oder einfach keinen Spa├č daran hat. Und das ist v├Âllig okay. Stell dir vor, jeden Morgen wird gew├╝rfelt und wenn du eine Eins hast, hast du an dem Tag einfach einen guten Tag. Wenn du sechs hast, wird der Tag Bombe. Das ist einfach eine Realit├Ąt, mit der wir leben m├╝ssen, die wir aber abfedern k├Ânnen, indem wir uns gut vorbereiten. Je besser wir vorbereitet sind, desto weniger einzeln w├╝rfeln wir und desto mehr Sechsen.

Au├čerdem kannst du dich fragen, was denn im schlimmsten Fall eigentlich passieren kann. Also angenommen, es geht wirklich alles schief. Du verpasst den Zug, bist also zu sp├Ąt bei der Pr├Ąsentation. Deine Pr├Ąsentation geht eh nicht zu ├Âffnen, denn der Rechner ist kaputt, Dein USB Stick ist zerbrochen. Du hast gar nichts vorbereitet. Wie auch immer, du vergisst alles, was du sagen wolltest. Dein Publikum lacht dich aus. Du versinkst im Erdboden. Was passiert dann? Wahrscheinlich gehst du dann halt mit einem schlechten Gef├╝hl nach Hause. Aber dar├╝ber hinaus versucht diese Kette bis zum Ende zu denken. Was ist das Schlimmste, was passieren kann? Also, wenn ich hier eine Pr├Ąsentation habe zu einem Thema, wo ich eingeladen wurde und ich versaue diesen Vortrag, der ist wirklich nicht gut geworden. Gut, dann kann es passieren, dass ich von dieser Person nicht mehr eingeladen werde. Das ist okay. Wahrscheinlich werde ich eh nicht mehr eingeladen, denn man muss ja ein bisschen rotieren, kann nicht immer die selben Leute reden lassen. Endet dadurch mein Leben? Wahrscheinlich nicht. Meine Karriere wahrscheinlich auch nicht.

Das Gleiche k├Ânnen wir auch bei Pr├╝fungen machen. Was ist das Schlimmste, was hier passieren kann? Dass mein Notendurchschnitt ruiniert wird? Nicht wirklich dramatisch. Du wirst feststellen, wenn du diese Kette immer durchdenkst, dass diese abstrakte Angst vor dem Schlimmen, was passieren kann, wenn man genau hinguckt, dann irgendwie aufgel├Âst ist. Denn die wenigsten Dinge h├Ąngen von einer Situation ab, schon gar nicht Pr├╝fungen oder Vortr├Ąge.

Au├čerdem sind Fehler immer Teil des Prozesses. Also egal wie gut du vorbereitet bist, egal wie routiniert du bist, wie oft du schon deinem Leben vor Publikum gestanden hast es gibt immer Dinge, an denen du gerade arbeitest, um dich weiterzuentwickeln. Niemand ist jemals fertig. 1s Und alle machen immer Fehler. Denn Fehler sind ein Weg f├╝r unser Gehirn zu lernen. Also was zu testen, festzustellen klappt nicht und es anders zu machen. Und im Gegenteil, es macht dich dein Publikum sogar sympathischer. Denn wenn sie sehen, dass du strahlst, wenn sie sehen, dass du Probleme hast, dass du, dass dir was zersprungen ist, was du. Dass du ins Stottern gekommen bist, da macht dich das sympathischer, weil sie den Publikum in dir wiedererkennen kann.

Denn wie schon gesagt, auch sie sind ├╝berraschenderweise Menschen und alle Menschen machen Fehler. Und zu sehen, dass es anderen genauso geht, dann aber trotzdem mit der Pr├Ąsentation dabei rauskommt, macht das umso sympathischer, weil es greifbarer macht, dich n├Ąher bringt. Und wenn du jetzt auf dich selbst guckst, dann kannst du dich auch fragen

Wie oft hast du schon Publikum gesessen und demjenigen oder demjenigen, der da vorne steht, das Schlechteste gew├╝nscht? Gehofft, dass die so richtig scheitern? Wahrscheinlich noch nie. Und wenn doch, dann ist es ein anderes Thema. Andere Menschen sind genauso. Niemand w├╝nscht denjenigen, die vorne stehen, was Schlechtes. Die meisten Menschen, im Gegenteil, sind sogar froh, dass sie nicht selbst da stehen m├╝ssen. In der Regel sind immer alle daran interessiert, dass die Situation den bestm├Âglichen Ausgang nimmt.

Wenn du dir so viele Informationen ├╝ber die Situation holst, wie du kannst, wenn du dich darauf vorbereitet, wie du vorn stehst, wie du reagierst, wenn dir Dinge passieren, die nicht geplant waren und wenn du mit dem Mindset heran gehst, dass du das Bestm├Âgliche getan hast und der Rest davon abh├Ąngt, was das Gl├╝ck dazu spielt, dann bist du sehr gut vorbereitet auf alle Eventualit├Ąten. Und dann gibt es fast nichts, was deinem Vortrag wirklich Schaden zuf├╝gen kann. Und wenn du diese Erfahrung einmal selbst gemacht hast und erlebt hast, dass eigentlich nichts schiefgehen kann und selbst wenn was schiefgeht, dann ist es meistens eher witzig als schlimm. Dann hast du eine Sicherheit erlangt, die dir in Zukunft bei allen weiteren Pr├Ąsentationen den R├╝cken st├Ąrken wird.